Ich bin viele. hör uns zu! Deine fünf Seelenzustände in der TCM.
- djqigong

- 22. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Darf ich vorstellen, deine fünf Anteile, die deine Harmonie oder Missstände aufzeigen.
Die wütend, sanft, mutig, ängstlich, festgefahren oder losgelassen sind.
Ich stelle dir heute die fünf Seelengeister der Traditionellen Chinesischen Medizin vor.
Du bist viele, hör uns zu.
Du trägst uns alle in dir.Wir sind ganz konkret, deine inneren Stimmen, deine Impulse, dein Ringen zwischen Angst und Mut.
Ich bin Shen.Ich bin dein klares Sehen. Der Moment, in dem du weißt: Das bin ich.Wenn ich da bin, fühlst du dich verbunden, präsent, echt. Du bist wach, nicht nur im Kopf, sondern im Leben.Aber wenn ich kippe, verlierst du dich. Dann wirst du unruhig, suchst im Außen, was du innen nicht mehr spürst. Du funktionierst, aber du bist nicht mehr wirklich da.
Ich bin Hun.
Ich bin dein Mut, dein Drang nach vorne. Ich bin der Teil in dir, der sagt: Geh los. Probier es. Wachse.Mit mir traust du dich, über dich hinauszugehen.Doch wenn ich blockiert werde, werde ich zu Druck. Dann entsteht Frust. Gereiztheit. Vielleicht sogar Wut, Bewertung auf dich selbst oder andere. Ich will Bewegung, und wenn du mich unterdrückst, werde ich verdammt laut.
Ich bin Po.
Ich bin deine Freiheit, deine Ordnung, dein Loslassen. Aber nicht nur das, ich bin auch dein Instinkt, dein Gespür für das, was echt ist.Ich ziehe dich zurück, wenn etwas zu viel wird. Ich lasse dich innehalten.Doch ich kann dich auch klein machen. Ich flüstere dir, dass es sicherer ist, nichts zu riskieren. Dass du dich schützen musst. Und manchmal glaube sogar ich, dass ein diktatorischer Stillstand die einzige Lösung ist.
Ich bin Yi.
Ich bin dein Denken. Ich versuche, die Welt für dich zu ordnen. Ich analysiere, plane, halte fest.Wenn ich in Balance bin, gebe ich dir Klarheit. Du verstehst dich und andere.Aber ich kann mich und dich auch im kreis drehen. Was, wenn…? Hätte ich…? Sollte ich…?Ich will Sicherheit und erschaffe dabei oft nur Zweifel.
Ich bin Zhi.
Ich bin dein Wille. Dein Durchhalten. Der leise, tiefe Teil in dir, der sagt: Bleib dran.Ich bin Mut, nicht laut, sondern still und tief. Der Mut, weiterzugehen, auch wenn du Angst hast.Doch wenn ich schwach werde, gibst du schneller auf. Dann fühlt sich alles zu viel an. Zu schwer. Und du ziehst dich zurück, nicht weil du willst, sondern weil dir die Kraft fehlt, oder du Angst hast.
Und du?
Du bist der Raum, in dem wir alle stattfinden.
Manchmal hörst du mehr auf die Angst.Manchmal mehr auf den Mut.Manchmal verlierst du dich im Denken.Manchmal spürst du plötzlich eine tiefe Klarheit. Manchmal schreit dich eine aufbrausende Wut direkt an, lässt deine Gedanken nachts kreisen.
Es geht nicht darum, einen von uns loszuwerden. Wir gehören zu dir und zeigen dein Ungleichgewicht.Auch deine Wut, deine Angst hat einen Sinn. Auch dein Zweifel.
Die Frage ist:
Wem gibst du gerade das Steuer?
Und kannst du lernen, uns alle zu hören, ohne dich von uns beherrschen zu lassen?



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